Früher oder später muß man die pikierten Sämlinge in größere Töpfe setzen. Die Töpfe sollten allerdings nie zu groß sein. Es ist besser, eine große Pflanze in einem kleinen Topf heranziehen als umgekehrt. Letztere zeigen nämlich nur eine bescheidene Zunahme im Wachstum. Die Topfgröße richtet sich nach der Größe des Wurzelballens. Jungpflanzen aus Pikiergefäßen setzt man normalerweise in 8-cm-Töpfe. Wenn dieser Topf gut durchwurzelt ist, topft man in einen größeren Topf um. Eine Faustregel besagt, daß der nächstgrößere Topf in diesem Stadium im Durchmesser 2 – 4 cm größer sein sollte als der alte Topf. Der Grund für die Abhängigkeit des Wachstums von der Topfgröße liegt darin, daß dort, wo ein Wurzelballen zu reichlich von Erde umgeben ist, die Erde leicht zu naß und sauer wird, ehe die Pflanze eingewurzelt ist und neues dichtes Wurzelwerk ausgebildet hat.

Niemals dürfen Pflanzen mit trockenem Wurzelballen ein- bzw. umgetopft werden. Es empfiehlt sich immer, die Pflanzen einen Tag vor dem Eintopfen gründlich zu wässern. Unter Schonung des Wurzelballens werden die Pflanzen vorsichtig aus dem Pikiergefäß gehoben. Je weniger die Wurzeln verletzt werden, um so rascher überwinden sie den Eingriff.